Widerrufsrecht bei Alt-Darlehensverträgen

03.03.2016

Das Widerrufsrecht bei Alt-Darlehensverträgen soll nach Plänen des Gesetzgebers noch 2016 erlöschen.

Der Gesetzgeber beabsichtigt bei Verbrauchimmobiliardarlehensverträgen, die im Zeitraum vom 01. September 2002 bis 10. Juni 2010 geschlossen wurden und eine fehlerhafte Widerrufsbelehrung enthalten, das bislang unbefristete Widerrufsrecht der Darlehensnehmer zeitlich zu beschränken. In Umsetzung der Wohnimmobilienkreditrichtlinie soll eine Regelung aufgenommen werden, wonach ein Widerrufsrecht spätestens drei Monate nach Inkrafttreten des Gesetzes erlischt. Die Richtlinie 2014/17/ЕU des Europäischen Parlaments und des Rates vom 4. Februar 2014 über Wohnimmobilienkreditverträge für Verbraucher soll bis zum 21. März 2016 in deutsches Recht umgesetzt werden, so dass mit Ablauf des 21. Juni 2016 das Widerrufsrecht erlöschen würde. Zum Schutz der Banken will der Gesetzgeber verhindern, dass sich Darlehensnehmer durch Widerruf aus langfristigen Darlehensverträgen mit aus heutiger Sicht hohen Zinssätzen ohne Zahlung einer Vorfälligkeitsentschädigung vorzeitig lösen.

Wer sein Darlehen noch widerrufen möchte, sollte daher von einem hierauf spezialisierten Rechtsanwalt zeitnah prüfen lassen, ob ein Widerrufsrecht besteht. Voraussetzung hierfür ist, dass die Widerrufsbelehrung im Darlehensvertrag fehlerhaft war, was – wie die Erfahrung zeigt -sehr häufig der Fall ist.

 

 

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